Bangkok: Welcome to the Kingdom of Thailand

Von Kathmandu sind es lediglich 2:40 h bis nach Bangkok. I .. äh we fly Thai. Die beste Airline mit der wir bis jetzt geflogen sind. Der Service ist super, man bekommt Decken und Kissen und eine Zeitung, andauernd bekommt man kostenlose Getränke, das Essen ist (für Flugzeugessen) lecker und die Kostüme der Flugbegleiterinnen sind wunderschön. Sowieso sieht das Flugpersonal so aus also ob alle aus einem Miss (bzw. Mister) Thailand Contest entsprungen wären. Das Entertainmentprogramm ist auch richtig gut. Lenny schaut sich The Revenant an (verpasst aber bei der kurzen Flugzeit das Ende) und ich schau mir ein paar Staffeln von The Middle an (und muss sehr viel lachen, großartige Serie). Als wir dann in Bangkok landen ist es schon dunkel. Das mit dem Visum ist in Thailand sehr einfach, nachdem man gelandet ist geht man zur Passkontrolle und bekommt da einfach so einen Stempel – 30 Tage Aufenthalt ohne viel Heckmeck und ohne etwas zu bezahlen. Das finden wir super! Wir schnappen uns ein Taxi und fahren durchs nächtliche Bangkok zu unserem Hostel. Nach Nepal sind wir irgendwie wie erschlagen von der modernen Großstadt. Leuchtende Hochhäuser, leuchtende Reklametafeln, ein riesiger Highway auf dem jeder sich an die Verkehrsregeln hält und keiner hupt. Und alles ist so sauber. Aber es ist auch richtig, richtig heiß und schwül. Im Hostel angekommen (Mile Map Hostel) sind wir deshalb froh über unser Zimmer mit Klimaanlage und schmeißen die dann auch erstmal an. Lenny holt im Seven Eleven (gibt es hier an jeder Straßenecke) noch was Kleines zu Essen und danach schlafen wir müde ein. Am nächsten Tag wollen wir mit dem Expressboot zum Grand Palace. Die Boote, die auf dem Chao Phraya River auf und ab fahren, sind ein wichtiges Transportmittel in Bangkok. Man erreicht damit viele Sehenswürdigkeiten, eine Fahrt ist richtig günstig (15 THB pro Strecke) und vom Fluss aus kann man die Skyline von Bangkok bestaunen. 

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Crêpe zum Frühstück
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In Bangkok nehmen wir am liebsten das Expressboot
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Wat Arun vom Boot aus

Auf der Suche nach dem Grand Palace verlaufen wir uns etwas, es ist so furchtbar heiß und wir können nicht mehr richtig denken. Zufällig treffen wir bei einem kleineren Tempel auf einen netten Mann, der uns erklärt, dass der Grand Palace im Moment geschlossen ist. Ich hatte ein paar Tage vorher von dieser Masche im Internet gelesen, aber durch die Hitze ist mein Gehirn in diesem Moment leider inaktiv. Er erzählt uns von einer Kanaltour mit einem Longtail-Boot, bei der wir das ursprüngliche Leben der Menschen in Bangkok bestaunen könnten. Er zeigt uns auf unserer Karte einen Anlegeplatz bei dem es am günstigsten sei, 950 THB pro Person. Weil wir irgendwie noch nicht so ganz klar kommen mit der Währung und der Umrechnung haben wir das Gefühl, dass 950 THB jetzt nicht besonders viel Geld ist. Da wir auch keine Lust mehr haben auf Laufen und es sich gut anhört, bei der Hitze in einem Boot herumzufahren, willigen wir ein. Er ruft uns ein TukTuk und ehe wir es realisieren bezahlen wir den Fahrer im Boot und es geht los. Erst nach ein paar Minuten realisieren wir, dass 950 THB umgerechnet ca. 24 € sind, und das pro Person. Erst jetzt wird uns klar, dass wir ziemlich abgezockt wurden (später wird uns die gleiche Fahrt dann auch nochmal für 300 THB pro Person angeboten, das tut schon richtig weh). Naja ‚shit happens‘ und wir versuchen die Fahrt trotzdem zu genießen. Wir fahren also vorbei an Häusern auf Stelzen die rechts und links der Kanäle stehen. Manche der Häuser sehen richtig modern aus, andere sehr heruntergekommen. Zwischendrin befinden sich Tempel und Restaurants. Die Kanäle in Bangkok heißen Khlongs und noch vor ein paar Jahrzehnten muss Bangkok wohl überall so ausgesehen haben. Das komplette Leben der Bewohner spielte sich auf diesen Kanälen ab. Doch viele Kanäle wurden später zugeschüttet, die berühmten „Schwimmenden Märkte“ findet man in Bangkok nicht mehr. Unsere Tour endet am Wat Arun, der im Moment leider teilweise von einem großen Baugerüst verdeckt wird. Wir schlendern durch die Anlage und fahren danach mit einer Fähre zurück ans andere Ufer.

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Kanaltour

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Für den Wat Arun muss ich mich verhüllen 😉
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Wat Arun, im Moment mit Baugerüst

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Nach einer kleinen Stärkung mit Pad Thai besichtigen wir noch Wat Pho. Die Tempelanlage gefällt uns am besten in Bangkok. Wir bestaunen den riesigen liegenden goldenen Buddha, die bunt verzierten Türmchen (Chedis genannt) und lauschen den Gebeten der Mönche.

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Am darauffolgenden Tag (ein Sonntag) nehmen wir den BTS Skytrain nach Mo Chit zum Wochenendmarkt. Im Hostel wurde uns gesagt, dass wir unbedingt dort hin müssten (wenn wir schon am Wochenende in Bangkok sind). Der Skytrain ist super modern, klimatisiert und sehr, sehr sauber. Wir verbringen den Vormittag in den engen Gassen des riesigen Marktes und auf der Rückfahrt machen wir einen kleinen Zwischenstopp im SIAM Center, ein riesengroßes Einkaufszentrum. Der nächste Tag beginnt für uns sehr früh, wir machen uns auf den Weg zur Botschaft von Myanmar um uns ein Visum zu besorgen. Zufälligerweise befindet die sich nur ca. 3 min zu Fuß von unserem Hostel entfernt. Dort reihen wir uns in die kleine Schlange ein und füllen die Unterlagen aus. Nachdem sich dann die Türen irgendwann öffnen, zieht man eine Nummer, wartet bis man dran ist und gibt seine Unterlagen (Formular, Pass, Passkopie, zwei Passfotos) an einem Schalter ab. Natürlich muss man auch für dieses Visum wieder bezahlen (ca. 30 € pro Person). Am nächsten Tag können wir unser Visum dann abholen. Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Expressboot nach Chinatown. Dieser chaotische Stadtteil ist einer der ältesten in Bangkok und gibt einem wirklich das Gefühl, auf einmal in China zu sein. Märkte mit kleinen, engen Gassen voller Menschen, überall Garküchen mit nicht immer ganz definierbarem Essen, Plastikwaren und Plüschtiere aller Art. Am Abend machen wir dann noch einen Abstecher auf die Khaosan Road, wo wir ein Chang Bier trinken und das Treiben beobachten.

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Chinatown

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Khaosan Road

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Den darauffolgenden Tag verbringen wir mit organisatorischen Dingen wie Visum abholen, Wäsche waschen, Packen, einige Sachen besorgen usw. Und am nächsten Tag fliegen wir dann auch schon von Bangkok nach Yangon in Myanmar.

la kòn khá (ลาก่อน คะ)! Caro & Lenny

2 thoughts on “Bangkok: Welcome to the Kingdom of Thailand

  1. Hallo Ihr 2, bin glaub zu langsam, hab gerade wieder zwei tolle Reiseberichte und super Bilder von Euch
    gelesen,gesehen!!!! Das mit Euren Krankheiten tut mir leid,aber es ist ja jetzt hoffendlich alles wieder ok,
    laut Eurem Bericht :-)!!!!!! Bleibt gesund,macht weiter so,viele tolle Reiseabschnitte noch und alles Gute
    für Euch!!!!! Freu mich auf die Fortsetzung (muß öfter bei Euch reinschauen) und verbleibe gespannt ,
    Euer “Verfolger” 🙂 (-: !!!!!! GLG RALF

  2. Hallo unsere Lieben,
    wir haben mit euch gelitten als ihr krank und entkräftet die 3000-er Marke geknackt habt – und haben uns mit euch über den schönen Anblick der Berge bei Sonnenaufgang gefreut. Das war eine tolle Leistung, wie die ganzen Etappen davor auch. Die Reiseberichte und Bilder sind einfach klasse – einerseits erfährt man so viel, dass man die Gegend oder Sehenswürdigkeit gar nicht mehr besuchen müsste, aber andererseits bekommt man Lust auf das Live-Erlebnis und würde am liebsten gleich den Rucksack packen.
    Wir wünschen euch weiterhin schöne und interessante Erlebnisse und uns die schönen Berichte.
    Viel Glück und insbesondere Gesundheit.
    Herzlichst Jana und Heinzi

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