Mingalaba Myanmar! Goldene Stadt Yangon

Vom Flughafen Don Muang in Bangkok fliegen wir mit AirAsia in einer knappen Stunde nach Yangon. Nach der Landung müssen wir unser Visum vorzeigen und können ganz problemlos einreisen. Wir nehmen uns ein Taxi und fahren zu unserem Hostel in Downtown Yangon.

Die Straßen sind hier wie ein Schachbrett angelegt und durchnummeriert, daher ist die Orientierung relativ einfach (und es gibt endlich mal Straßenschilder!). Yangon hieß während der Kolonialzeit der Briten Rangoon, wurde später aber wieder umbenannt (genau wie das Land selbst: Während der Kolonialzeit noch Burma, heute wieder Myanmar). Bis 2005 war Yangon die Hauptstadt von Myanmar, der Regierungssitz wurde dann jedoch in die Planstadt Naypyidaw verlegt. Trotzdem ist Yangon mit mehr als 5 Millionen Einwohnern immer noch die größte Stadt Myanmars.

Da es während der vier Tage die wir hier verbringen unglaublich heiß ist, trauen wir uns immer erst gegen Nachmittag aus unserem Hostel. Trotzdem schaffen wir es, einiges in Yangon zu sehen. Wir machen uns auf den Weg zur wohl wichtigsten Pagode Myanmars –  der Shwedagon-Pagode. Sie gilt als Nationalheiligtum und ist eine der bekanntesten Pagoden der Welt. Der Legende nach soll sie mehr als 2500 Jahre alt sein. Die beiden Händler Taphussa and Bhallika aus der Gegend des heutigen Yangon machten sich nach Indien auf um dort Buddha Gautama zu treffen. Sie wurden seine Anhänger und zum Abschied schenkte Buddha ihnen acht seiner Kopfhaare. Zurück in Yangon wurden diese in einer goldenen Schatulle in der Shwedagon-Pagode eingemauert. Über vier Aufgänge (mal mit Rolltreppe, mal mit Aufzug) gelangt man auf die mit weißem Marmor gepflasterte Plattform, auf der sich die ca. 100 m hohe Shwedagon-Pagode befindet. Es ist schon 17.00 Uhr als wir ankommen und das Gold der Pagode glänzt noch im Sonnenlicht. Das Gesamtgewicht beträgt 149 t, davon sind ca. 9,75 t Gold. Überall um die Pagode herum stehen kleinere Stupas, Buddhafiguren, geschmückte Schreine, Gebetshallen und Pavillons. Wir schlendern über die Anlage, beobachten das Geschehen und genießen die Atmosphäre. Viele der Gläubigen sind in Meditationen und Gebeten versunken, Mönche in orangefarbenen Kutten laufen über den Platz, an den Schreinen und Buddhafiguren werden Blumen und kleine Schirmchen als Opfergaben abgelegt. Sieben der Schreine sind nach den Wochentagen benannt, je nachdem an welchem Tag man geboren wurde, gießt man hier Wasser über eine Buddhafigur. Nach Sonnenuntergang strömen immer mehr Pilger zur Pagode, die jetzt beleuchtet wird. Der dunkle Himmel lässt das Gold der Pagode noch mächtiger erscheinen. Wir sind wirklich sehr beeindruckt und wollen den Platz gar nicht mehr verlassen.

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Schon 1898, bei einem Besuch in Yangon, berichtet der britische Schriftsteller Rudyard Kipling vom Anblick der Shwedagon-Pagode:

Da tauchte ein goldenes Mysterium am Horizont auf, ein funkelndes, großartiges Wunder, das in der Sonne glänzte… “Das ist die alte Shwedagon-Pagode“, sagte mein Gefährte. Und die goldene Kuppel sagte zu mir: „Das hier ist Birma, ein Land, das anders ist als alle anderen, die du kennst.“ Rudyard Kipling, Briefe aus dem Orient, 1898

Nach all dem, was wir bis jetzt von Myanmar gesehen haben, ist das Land womöglich auch heute noch, mehr als 100 Jahre nach Kiplings Brief, anders als alle anderen asiatischen Länder.

Eine weitere Pagode in Yangon ist die Sule Pagode. Sie befindet sich im Zentrum von Yangon und steht mitten in einem Kreisverkehr. Erstmal etwas seltsam, aber auch sehr interessant. Bei dem chaotischen Verkehr in Yangon ist es gar nicht so einfach, diese Pagode zu erreichen. Anders als die Shwedagon-Pagode ist die Sule Pagode eher ein Alltagstempel und nicht so prachtvoll. Um die Pagode herum befinden sich kleine Geschäft (Blumenladen, Handleser, Astrologe usw.). Die restlichen Tage in Yangon verbringen wir im Park um den Kandawgyi-See, im Bogyoke Aung San-Markt und in den Straßen von Yangon, die ein schöner Mix aus alter, verfallener Kolonialarchitektur und modernen Gebäuden sind.

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Sule Pagode
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Kandawgyi-See

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Typisches Bild in den Straßen Yangons: Alte Kolonialarchitektur mit modernen Elementen

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Typischer Straßenmarkt in Yangon
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Durian oder auch Stinkfrucht, kann man schon aus meterweiter Entfernung riechen
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Fleischstand auf einem Markt, Kühlung existiert hier nicht

Kyay tzu tin pa te! Caro & Lenny

2 thoughts on “Mingalaba Myanmar! Goldene Stadt Yangon

  1. Sehr detaillierte Beschreibung, man hat fast das Gefühl selbst dort zu sein. Habt Spaß ihr Beiden :*

  2. Hallo Ihr 2, ich bin wieder überwältigt von dem Bericht und den Bildern !!!! Freu mich,daß es Euch
    gut geht und Eure Reise so toll weiter geht 🙂 !!!! So soll es bleiben,warte gespannt auf die Fortsetzung, alles Gute für Euch, viel Spaß und neue Eindrücke !!!!!!!!
    Kyay tzu tin pa te !!!! Euer Verfolger

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